Absatz von Substraten in 2024 bleibt konstant

Der Industrieverband Garten (IVG) e.V. und die Gütegemeinschaft Substrate für Pflanzen (GGS) e.V. haben die Ergebnisse ihrer Erhebung zu Absatz- und Produktionszahlen der Mitglieder der Substratindustrie vorgestellt. Demnach blieb der Absatz von Substraten aus deutscher Produktion im Vergleich zum Vorjahr erstaunlich konstant – ein Signal für Stabilität trotz anhaltender Wirtschaftskrise.

Im Jahr 2024 wurden insgesamt gut drei Millionen Kubikmeter (m³) Profisubstrate für den Erwerbsgartenbau verkauft, davon entfielen 1,8 Millionen m³ auf den heimischen Markt und 1,2 Millionen m³ als Exportware. Bemerkenswert ist der Rückgang des Torfanteils im Profisegment: Auf dem deutschen Markt beträgt der Anteil an Torf als Ausgangsstoff nun noch etwa 65 Prozent, während der Anteil torffreier Erden auf sechs Prozent gestiegen ist. Zusätzlich wurden fünf Millionen m³ Blumenerden für den Consumer-Bereich verkauft, wobei hier der Torfanteil auf dem heimischen Markt auf nur noch 33 Prozent und der Anteil torffreier Erden auf 23 Prozent gesunken ist.

Ein detaillierter Blick in die Statistik zeigt, dass Torf von allen eingesetzten Substratausgangsstoffen nur noch die Hälfte des Volumens ausmacht. Insgesamt wurden 4,7 Millionen m³ Torf verwendet, ergänzt durch 4,2 Millionen m³ andere organische und 0,3 Millionen m³ mineralische Ausgangsstoffe. Dieses Ergebnis unterstreicht, dass die Dekarbonisierung der Branche auf der Rohstoffseite bereits zu 50 Prozent umgesetzt wurde – ein bedeutender Fortschritt im Vergleich zum zwischenzeitlichen Ziel Deutschlands, bis 2030 eine CO₂-Emissionsreduzierung von 65 Prozent zu erreichen.

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