Tesafilm feiert 90-jähriges Jubiläum und setzt stärker auf Nachhaltigkeit

Tesafilm zählt seit Jahrzehnten zu den bekanntesten Klebefilm-Marken Europas. In vielen Ländern wird der Markenname inzwischen nahezu gleichbedeutend mit transparentem Klebefilm verwendet. 2026 blickt Hersteller Tesa auf 90 Jahre Produktgeschichte zurück und verbindet das Jubiläum mit einem weiteren Schritt in Richtung nachhaltigerer Produktentwicklung.

Neu im Sortiment ist Tesafilm PAPER. Damit bringt Tesa erstmals einen Klebefilm mit Papierträger auf den Markt. Das Produkt basiert auf zertifizierten Rohstoffen und soll sich besser in bestehende Recyclingprozesse einfügen.

Die Geschichte des Klebefilms begann 1936. Damals wurde das Produkt zunächst als Tesa-Klebefilm eingeführt und später unter dem heute bekannten Namen Tesafilm weitergeführt. Die Ursprünge des Klebebandgeschäfts reichen bis zu Hugo Kirchberg zurück, der ab 1934 bei Beiersdorf eine wichtige Rolle bei der Entwicklung spielte.

Vom Standard-Klebefilm zum breiten Sortiment

Aus dem ursprünglichen transparenten Klebefilm entwickelte sich über die Jahrzehnte ein umfangreiches Sortiment. Neben klassischen Standardvarianten kamen unter anderem Tesafilm Invisible, besonders klare Klebefilme, doppelseitige Produkte und zahlreiche Speziallösungen hinzu.

Nach Angaben des Unternehmens wurden allein in den vergangenen Jahren mehr als zehn neue Varianten für verschiedene Anwendungsbereiche eingeführt. Auch der bekannte rot-blaue Abroller wurde mehrfach weiterentwickelt und in unterschiedlichen Größen sowie Designs angeboten.

Damit hat Tesa die Marke immer wieder an neue Nutzungsgewohnheiten angepasst. Tesafilm wird heute im Haushalt, im Büro, in Schulen, bei Verpackungsaufgaben und bei vielen Do-it-yourself-Projekten eingesetzt.

Nachhaltigkeit rückt stärker in den Fokus

Bei der Weiterentwicklung der Produktlinie spielen ökologische Aspekte eine immer größere Rolle. Ein wichtiger Schritt war die Einführung von Tesafilm Crystal Recycled. Diese Variante nutzt nach Unternehmensangaben eine Trägerfolie aus 90 Prozent recyceltem PET. Hinzu kommen eine wasserbasierte Acrylat-Klebmasse und ein Rollenkern aus industriellen Kunststoffrückständen.

Mit Tesafilm PAPER geht Tesa nun den nächsten Schritt. Der neue Klebefilm verwendet erstmals Papier als Trägermaterial. Im aufgeklebten Zustand soll er transparent wirken, sich leicht von Hand abreißen lassen und für zahlreiche Anwendungen im Alltag, im Büro und im DIY-Bereich geeignet sein.

Das verwendete Papier stammt laut Hersteller aus zertifizierten, verantwortungsvoll bewirtschafteten Wäldern oder anderen kontrollierten Quellen. Zudem weist eine INGEDE-12-Prüfung darauf hin, dass das Produkt die Wiederverwertung von Papier und Karton im Deinking-Prozess nicht wesentlich beeinträchtigt.

Produktion in Offenburg wird weiterentwickelt

Auch die Herstellung von Tesafilm bleibt für Tesa ein wichtiger Bestandteil der Markenstrategie. Produziert wird der Klebefilm im Tesa Werk im baden-württembergischen Offenburg.

Im Rahmen einer Werkserweiterung investiert das Unternehmen nach eigenen Angaben in eine stärker lösemittelfreie und energieeffiziente Produktion. Damit will Tesa ökologische Anforderungen und wirtschaftliche Effizienz besser miteinander verbinden.

Jubiläumskampagne für Handel und digitale Kanäle

Zum 90-jährigen Bestehen von Tesafilm plant Tesa für den Spätsommer 2026 eine verbraucherorientierte Markenkampagne. Vorgesehen sind Aktionen im Handel sowie Maßnahmen auf Online- und Social-Media-Kanälen.

Die Kampagne soll die Marke bis zum Jahresende stärker sichtbar machen und das Jubiläum nutzen, um sowohl die lange Produktgeschichte als auch die jüngeren Nachhaltigkeitsentwicklungen in den Mittelpunkt zu rücken.

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