Corona-Lage in Bayern: Schuldzuweisungen bringen nichts

Straubing (ots) -

Doch sie können nicht aus ihrer Haut, unsere Parteipolitiker. Das hat sich gestern bei der Debatte um eine neuerliche Corona-Regierungserklärung von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) im bayerischen Landtag wieder gezeigt. Söder selbst war um Gemeinsamkeit und Deeskalation bemüht, aber er konnte sich auch nicht verkneifen, hier und da Watschn auszuteilen. Eine unfaire hatte er zuvor schon über Twitter verpasst, als er einen Zusammenhang zwischen dem Auslaufen der epidemischen Notlage und der beabsichtigten Cannabis-Legalisierung herstellte. Was bitte soll das außer Stimmung gegen die Berliner Ampel zu machen?

Ganz genau wusste die Opposition, was in Bayern alles schief gegangen ist und zu den Rekord-Infektionszahlen geführt hat. Dass ihre Parteifreunde, die in anderen Bundesländern das Sagen haben, die sich anbahnende vierte Welle nicht minder verschlafen haben, erwähnten sie dabei natürlich nicht. Einzig bei Söder blitzten gelegentlich Anflüge von Selbsterkenntnis auf. Alle hätten Fehler gemacht, sagte er. Sehr wahr. Das Hickhack ist ziemlich überflüssig, zumal sich die Parteien mit Ausnahme der AfD unter dem Strich ziemlich einig in der Unterstützung der Maßnahmen waren, die ab heute gelten.

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