Frühlingszeit ist Teichzeit: Starten Sie mit klarem Wasser in die Saison

Mit dem Frühling werden die Tage wieder wärmer und der Garten blüht Stück für Stück wieder auf – doch der gepflegte Gartenteich hat sich leider in einen Tümpel verwandelt. Dann wird es höchste Zeit, auch den Gartenteich einem Frühjahrsputz zu unterziehen. Doch wie gelingt die Reinigung und was gibt es dabei zu beachten? Wir haben für Sie die wichtigsten Informationen und Tipps zusammengestellt.

Mit der Teichpflege im Frühling die richtigen Weichen stellen

Über den Winter durchlaufen sowohl Fische als auch Pflanzen im Teich einem Stresstest. Bevor Sie mit der Teichpflege starten, sollten unbedingt die letzten frostigen Nächte abgewartet werden, damit sich Ihre Mühe auch langfristig lohnt. Der beste Zeitraum, um mit der Teichpflege zu beginnen, ist Ende April bis Anfang Mai. So haben Pflanzen und Fische genug Spielraum, um sich von den stressigen Wintermonaten zu erholen.

Herausforderungen nach dem Winter: Trübes Wasser, Algen und Laub

Viele Teichbesitzer stehen nach einem langen Winter vor ähnlichen Problemen. Diese beeinflussen sowohl die Wasserqualität als auch das vielfältige Leben im Gartenteich. Zu den häufigsten Herausforderungen zählen:

All diese Probleme lassen sich jedoch mit einer gezielten Teichpflege- und Wartung wieder gut beheben, sodass Sie schnell wieder Freude an Ihrem Lieblingsstück im Garten haben werden.

Die drei wichtigsten Schritte zu einem sauberen Teich

Um gezielt mit der Wiederherstellung Ihres Gartenteichs zu beginnen, haben wir für Sie eine Schritt-für-Schritt Anleitung zusammengestellt. Die Teichreinigung im Frühjahr erfordert etwas Aufwand, aber dafür werden Sie mit einem blühenden Gartenteich belohnt.

1. Der erste Grundstein für klares Wasser: Reinigung und Technikprüfung

Das wichtigste Element für einen Teich, der eine gesunde Umgebung für Pflanzen und Fische bieten soll, ist sauberes Wasser. Es gibt verschiedene Optionen, um nach dem Winter den Teich und das Wasser gründlich zu reinigen. Zunächst muss jedoch der grobe Schmutz wie Blätter oder Äste aus dem Teich entfernt werden. Dies gelingt am besten mit einem Teichkescher. Im nächsten Schritt werden ausgewucherte Pflanzen zurückgeschnitten. Zudem kann es hilfreich für den Sauerstoffgehalt sein, besonders üppig gewachsene Pflanzen etwas auszudünnen.

Da sich auch am Teichboden reichlich Schlamm ablagern kann, lohnt es sich, mindestens einmal jährlich genauer hinzuschauen. Die Sedimente mit der Hand oder einem Eimer zu entfernen kann aufwendig und zeitintensiv werden. Um die Ablagerungen zu entfernen, können Sie stattdessen auf einen Teichschlammsauger zurückgreifen. Dieser entfernt schnell und effizient den angestauten Schlamm am Teichboden.

Für einen Teich mit sauberem Wasser während der gesamten Gartensaison ist vor allem die richtige Teich-Technik wichtig. Bevor der Teich also wieder vollständig hergestellt wird, lohnt es sich, die Teichtechnik zu reinigen und zu überprüfen:

  • Teichpumpe: Schlamm, Algen und Kalk können die Leistung der Pumpe beeinträchtigen. Zunächst können Sie die sichtbaren Ablagerungen entfernen. Beim Testen der Pumpe kann auf auffällige Geräusche geachtet werden. Bei Unregelmäßigkeiten sollten Sie eine gründlichere Reinigung in Betracht ziehen. Wenn ein starker Algenbefall vorliegt, können Essiglösungen helfen, die Pumpe zu reinigen.
  • Schläuche: Achten Sie bei der Reinigung der Schläuche auf die Beseitigung von Verstopfungen und Ablagerungen. Darüber hinaus können auch Risse über die Winterzeit entstanden sein. Werfen Sie also am besten einen detaillierten Blick auf den Zustand der im Teich verwendeten Schläuche.
  • Teichfilter: Filter im Teich können vorsichtig mit Teichwasser gereinigt werden. Zum Ausspülen der Filter sollte allerdings kein Leitungswasser verwendet werden, damit die nützlichen Bakterien für den Teich erhalten bleiben. Die Filterschwämme des Teichfilters sollten gereinigt, wenn nötig ganz ersetzt werden. Dabei empfiehlt sich die Anwendung sogenannter Filterstarterbakterien. Diese sorgen dafür, dass die Filterbiologie nach der Reinigung oder einem gegebenenfalls nötigen Austausch der Filterschwämme wieder zuverlässig hergestellt werden kann.
  • UVC-Vorkläreinheiten: UVC-Vorkläreinheiten unterstützen den Teichfilter. Damit die Algen und Keime im Teich durch die UVC-Vorkläreinheit entfernt werden können, ist es wichtig, die enthaltene Lampe regelmäßig zu wechseln. Diese hat eine begrenzte Lebensdauer und sollte daher idealerweise jedes Frühjahr ausgetauscht werden. Das Gehäuse kann außerdem vorsichtig mit sauberem Wasser und einem Tuch wieder instandgesetzt werden.
  • Teichbelüfter: Schalten Sie zur Reinigung des Geräts zunächst den Strom ab. Das Gehäuse des Lüfters können Sie mit einer weichen Bürste reinigen und von Algen befreien. Bei einer starken Verschmutzung eignen sich ebenfalls Essiglösungen.

Ist die grobe Reinigung erledigt und die Technik geprüft, können Sie sich dem Wasser widmen. Besonders wenn der Teich über den Winter zugefroren ist, reichern sich im Wasser Fäulnisgase an. Durch einen Teilwasserwechsel können Sie Ihre Wasserpflanzen beim Nährstoffabbau unterstützen.

2. Behalten Sie die Wasserqualität stets im Blick

Um Ihren Teich im Gleichgewicht zu halten, ist die regelmäßige Überprüfung der Wasserqualität unverzichtbar. Um sicherzustellen, dass Ihr Teichwasser weder zu sauer noch zu basisch ist, kann der pH-Wert mit einem Teststreifen ermittelt werden. Optimal ist ein pH-Wert zwischen 6,5 und 8,5.

Um das Algenwachstum zu händeln, ist vor allem wichtig, die Nährstoffe im Blick zu behalten. Achten Sie darauf, Ihre Fische im richtigen Maß zu füttern. Laub und anderes Material sollten zudem nicht nur einmal jährlich, sondern regelmäßig entfernt werden.

Zum Aktivieren der Teichbiologie eignen sich Filter für Bakterienkulturen oder Bodenfilter. Der Abbau von Schadstoffen wird gefördert und die Selbstreinigung des Wassers unterstützt. Zusätzlich kann ein Teichsubstrat Lebensraum für Mikroorganismen bieten.

3. Mit natürlicher Wasserklärung zu einem gesunden Teich

Sie können auf verschiedene technische und pflanzliche Hilfsmittel zurückgreifen, um auf natürliche Weise die Wasserklärung zu fördern. Als technische Unterstützung können Sie eine UVC-Vorkläreinheit verwenden. Schwebealgen werden effizient durch das UV-Licht entfernt. Eine Wasserpumpe verhindert zudem stehendes Wasser und den damit einhergehenden Sauerstoffmangel.

Um den Befall mit Algen zu verhindern, können auch bestimmte Pflanzen sehr nützlich sein. Seerosen oder Wasserlinsen sorgen für mehr Schatten auf dem Wasser und können das Algenwachstum eindämmen. Als Daumenregel gilt, dass mindestens 30 Prozent der Wasseroberfläche durch Pflanzen beschattet sein sollte. Wenn Sie zusätzlich Ihren Teich mit Schilf am Rand bepflanzen, haben Sie nicht nur eine optische Aufwertung, sondern auch einen praktischen Filter für überschüssige Nährstoffe.

So bleibt Ihr Teich den ganzen Sommer über klar

Ihr Gartenteich ist ein eigenes kleines Ökosystem, das mit der richtigen Pflege wieder gut florieren kann. Die wichtigsten Aspekte sind dabei die regelmäßige Reinigung von grobem Schmutz und das Aufrechterhalten der Wasserqualität. Damit das Wasser in Ihrem Gartenteich nach der  ersten Pflege lange klar und sauber bleibt, haben wir das Wichtigste für die kommenden Sommermonate zusammengefasst:

 

Bildquelle: Foto von  Pexels

praktiker.gif