Karnevalskonflikt drückt Valentinstags-Umsätze im Einzelhandel

Wenn Valentinstag und Karnevalssamstag auf denselben Tag fallen, bekommt der Handel die Kollision der Anlässe zu spüren. Nach einer Befragung des Handelsverbands Deutschland (HDE) gibt jeder zwölfte Konsument an, in diesem Jahr auf Ausgaben zum Valentinstag zu verzichten und stattdessen Geld für Karneval auszugeben. Entsprechend rechnet der HDE mit niedrigeren anlassbezogenen Zusatzumsätzen: Nach 1,3 Milliarden Euro im Jahr 2025 werden für 2026 voraussichtlich nur noch 1,18 Milliarden Euro erwartet.

„Der Valentinstag ist für viele Verbraucherinnen und Verbraucher eine Herzensangelegenheit. Mit anlassbezogenen Sortimenten sorgt der Handel dafür, dass alle kleine Aufmerksamkeiten für ihre Liebsten finden können“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Laut der Umfrage planen in diesem Jahr 20 Prozent der Verbraucher, anlässlich des Valentinstags einzukaufen – knapp acht Prozentpunkte weniger als im Vorjahr.

Beim geplanten Ausgabenniveau überwiegt die Zurückhaltung. 59 Prozent derjenigen, die rund um den Valentinstag Geld ausgeben wollen, rechnen damit, in etwa das gleiche Budget wie im Vorjahr zu investieren. Mehr als ein Fünftel (22 Prozent) plant geringere Ausgaben als 2025, während knapp 19 Prozent angeben, mehr Geld für Valentinsgeschenke ausgeben zu wollen.

Besonders gefragt bleiben zum Valentinstag klassische Geschenkartikel: Vor allem Blumen und Pflanzen sowie Lebensmittel stehen oben auf der Liste. Darüber hinaus greifen viele Kundinnen und Kunden zu Geschenkgutscheinen, Dekoartikeln, Kosmetikprodukten sowie Uhren und Schmuck.

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