Koalitionsverhandlungen: Scholz muss aufpassen

Straubing (ots) -

Lindner und Habeck werden also die beiden Schwergewichte im Ampel-Kabinett sein. Beide scheinen in den vergangenen Wochen einen Draht zueinander gefunden zu haben. Dass Grüne und FDP sich erst einmal zusammengesetzt haben, bevor sie mit dem Wahlsieger sondierten, war der erste Hinweis auf eine Rollenverschiebung in der Bundespolitik. Das klassische Koch-und-Kellner-Schema wird es in der Regierung nicht mehr geben.

Olaf Scholz ist mit zwei Polit-Stars konfrontiert, die für Aufbruch und Neuanfang stehen. Für eine andere Art, Politik zu machen. Scholz kann mit seiner SPD im Bundestag jedoch nicht einmal die Hälfte der Koalitionsstimmen auf die Waagschale werfen. Der Hanseat ist eher der Typ graue Eminenz, der Ruhige, der Kontinuität ausstrahlt, nicht der Macher, der auf den Tisch haut und die Richtung vorgibt. Beim Corona-Krisenmanagement hat sich das bereits als Problem erwiesen. Scholz muss aufpassen, dass die beiden grün-gelben Zampanos in den kommenden vier Jahren nicht mit ihm Schlitten fahren.

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