VDG-Wintertagung in Ingolstadt: Mit der „Zitrone“ durch herausfordernde Zeiten

Die Zitrone als Symbol für Energie, Stärke und Vorbereitung zog sich als roter Faden durch die Wintertagung des Verbandes Deutscher Garten-Center (VDG). In einer für die Branche anspruchsvollen Zeit reisten 330 Teilnehmende nach Ingolstadt, um sich in Vorträgen und Diskussionen neue Impulse und konkrete Anregungen für ihr Geschäft zu holen.

Im Mittelpunkt stand die Frage, wie man mit Haltung, Mut und Fokus Herausforderungen begegnet – und genau hier setzte der Keynote-Vortrag von Joey Kelly an. Der Extremsportler zeigte eindrucksvoll, was möglich ist, „wenn man seine Ziele mit Mut und Leidenschaft versucht zu erreichen“. Anhand zahlreicher eigener Erfahrungen machte er deutlich, wie man über sich hinauswachsen und persönliche Grenzen sprengen kann. „No Limit“ heißt daher auch das Buch, in dem er seine spektakulären Erlebnisse festgehalten hat und über die er in Ingolstadt das Publikum im Tagungssaal begeistern konnte. Seine zentrale Botschaft fasste er knapp zusammen: „Wer will, der findet Wege“.

Wie auf vielen Tagungen und Kongressen derzeit war auch in Ingolstadt ein klarer Appell zu spüren: Der Glaube an die eigene Stärke und an die besondere Rolle der Grünen Branche kann viel bewegen – ersetzt aber nicht die Notwendigkeit, sich konsequent am Kunden auszurichten. Die Branche sieht sich zwar weiterhin als „Wohlfühloase“ mit hoher Anziehungskraft und hat das Jahr insgesamt mit einer „roten Umsatznull“ abgeschlossen, weiß aber, dass ohne noch stärkere Kundenorientierung keine Zukunftssicherheit möglich ist. Gleichzeitig zeigte die Wintertagung, wie gut viele Betriebe bereits aufgestellt sind: Am Abend wurden zahlreiche Gartencenter für ihre individuellen Stärken und speziellen Profile ausgezeichnet – ein deutliches Signal für Vielfalt, Qualität und Engagement im Markt.

Ein weiterer Schwerpunkt der Veranstaltung lag auf dem IGCA-Kongress, der im Sommer in München stattfinden wird und nur alle 14 Jahre in Deutschland zu Gast ist. VDG-Präsidentin Martina Mensing Meckelburg machte einmal mehr deutlich, wie sehr ihr diese Veranstaltung am Herzen liegt. Die Inszenierung bayerischen Lokalkolorits mit Brezn, Maßkrug und Dirndl unterstrich den Anspruch, den internationalen Gästen ein lebendiges, gastfreundliches Gastgeberland zu präsentieren. Bei den Teilnehmenden kam das sichtbar gut an.

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