Obi schärft Marke neu: Customer Experience rückt ins Zentrum

Obi entwickelt seine Marke strategisch weiter und bündelt erstmals zentrale Kreativkompetenzen auf europäischer Ebene. Im Mittelpunkt dieser Transformation steht die Überzeugung, dass Marke, Markenerlebnis und Services nicht getrennt voneinander betrachtet werden dürfen, sondern als zusammenhängendes System gedacht werden müssen – vom ersten Impuls über die Planung bis hin zur fertigen Umsetzung eines Projekts. Ziel ist eine konsistente Customer Experience über sämtliche Touchpoints hinweg. Sichtbarer Auftakt dieser Neuausrichtung ist die aktuelle Frühjahrsaktivierung.

Nach Angaben des Unternehmens entwickelt sich Obi damit gezielt von einer stark transaktionsorientierten Kommunikation hin zu einer ganzheitlichen DIY-Experience-Marke weiter, die Kundinnen und Kunden entlang ihrer gesamten Projektreise begleitet. Die neuen Markenleitlinien – klar, stärkend und nah – sollen künftig über die gesamte Customer Journey hinweg spürbar werden und die Grundlage für eine einheitliche Markenführung in allen Märkten bilden.

„Marke darf heute nicht bei der Kampagne enden – sie muss entlang der gesamten Customer Journey erlebbar sein“, sagt Tobias Seitz, Chief Brand & Customer Experience Officer bei Obi „Für uns bedeutet das: Marke wird im Markt spürbar, im Sortiment und in den Services – überall dort, wo Kund:innen OBI begegnen. Deshalb haben wir die Customer Experience bei OBI organisatorisch neu verankert und als verbindlichen Rahmen für Kommunikation, Services und Touchpoints etabliert.“

Zentrale Marken- und Kreativsteuerung für den europäischen Markt

Ein wesentlicher Bestandteil der Neuausrichtung ist laut Obi die strategische Neuorganisation der internationalen Marken- und Marketingstruktur. Mit dem neu geschaffenen Creative Core in Wien bündelt der Baumarktbetreiber erstmals seine internationale Kreativ- und Markenkompetenz zentral in Europa. Dadurch sollen kreative Markenentwicklung, Customer-Experience-Strategie und internationale Markenführung enger miteinander verzahnt werden. Ziel ist eine kohärente Markenpräsenz in allen Märkten.

Das interdisziplinäre Team aus Concept, Design sowie Brand & Campaign arbeitet nach Unternehmensangaben eng mit Marketing-Teams und Agenturen zusammen, um eine kreative Plattform für alle Länder zu entwickeln, die zugleich lokale Anforderungen berücksichtigt. Parallel etabliert Obi klare Governance-Strukturen, um die Customer Experience systematisch über alle Touchpoints hinweg zu steuern. Marke, Kommunikation, digitale Plattformen und das stationäre Markenerlebnis werden dabei in einem gemeinsamen Steuerungsrahmen geführt – mit klar definierten Verantwortlichkeiten und abgestimmten Prozessen zwischen zentralen und lokalen Teams. Damit wird die Marke nicht nur kommunikativ, sondern auch organisatorisch stärker verankert – von Kampagnen über digitale Plattformen bis hin zum Point of Sale.

Visuelle Markenidentität weiterentwickelt

Im Zuge der Markenstrategie hat Obi auch seine visuelle Identität weiterentwickelt. Das überarbeitete Logo soll moderner, klarer und für alle Kanäle besser skalierbar sein. Es ist reduzierter gestaltet und damit auf kleinen wie großen Displays wirkungsvoller einsetzbar. „Wir haben unser Logo weiterentwickelt und unsere gesamte Markenhandschrift durchgehend neu definiert, um unsere strategische Haltung aus Customer Experience Perspektive visuell konsequent einzunehmen“, erklärt Falco Stienen, Vice President Brand bei Obi. Das Logo diene nun als “visuelles Bindeglied“ zwischen Marke und Kunden, so Stienen. Der Obi Biber bleibt darüber hinaus weiterhin Teil der Markenwelt. Als eine der bekanntesten Werbefiguren Europas steht er auch künftig für den Anspruch der Marke, Heimwerken zugänglich und machbar zu machen.

Wie sich die neue Markenstrategie konkret im stationären Kundenerlebnis niederschlägt, zeigt Obi im Pilotmarkt Köln-Pesch. Dort wird das neue Markenerlebnis erstmals ganzheitlich umgesetzt – unter anderem mit einer überarbeiteten Wegeführung, einem klaren Leitsystem, stärker projektorientierten Sortimenten und einer gezielten Aktivierung am Point of Sale.

Frühjahrsaktivierung setzt auf Authentizität und Produktnähe

Den inhaltlichen Startpunkt der Frühjahrssaison bildet die aktuelle Aktivierung „FÜRS MACHEN GEMACHT“. Obi setzt dabei laut Mitteilung auf eine neue Bildsprache, die echte Projekte und einen authentischen Umgang mit Materialien in den Mittelpunkt rückt. Gezeigt werden Kundinnen und Kunden direkt bei der Arbeit – mit Werkzeug in der Hand, mitten im Entstehungsprozess. Damit positioniert sich Obi als Partner auf Augenhöhe, der Menschen dabei unterstützt, ihre Vorhaben eigenständig umzusetzen.

„Machen ist kein Hobby, sondern für viele Menschen ein echtes Bedürfnis, etwas Eigenes zu schaffen – und Obi versteht sich als Mentor an der Seite derer, die anpacken“, erklärt Dominik Hackl, Creative Lead bei Obi.

Mit der umfassenden Transformation verfolgt Obi nach eigenen Angaben ein klares strategisches Ziel: sich langfristig als führende DIY-Experience-Marke Europas zu etablieren. Die Weiterentwicklung der Marke ist dabei ausdrücklich nicht als reines Rebranding angelegt, sondern als Teil eines umfassenden Programms zur Stärkung der Marke als Wachstumstreiber – durch internationale Skalierbarkeit, eine konsistente Customer Experience und eine engere Verzahnung von Kreativarbeit und Umsetzung in den Märkten.

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