BayWa AG treibt Neuausrichtung voran: Aufsichtsrat wird umfassend umgebaut

Im Zuge ihrer laufenden Transformation erneuert die BayWa AG auch den Aufsichtsrat grundlegend. Das Gremium wurde seit Beginn der Sanierung 2024 schrittweise personell und strukturell neu aufgestellt. Ziel ist es, die Arbeit des Aufsichtsrats konsequent an den Vorgaben des Sanierungsgutachtens auszurichten und klare Führungsstrukturen für die weitere Transformation zu schaffen, heißt es in einer Mitteilung.

Im Zentrum der aktuellen Änderungen stehen mehrere Wechsel auf der Kapitalseite. Michael Höllerer und Monika Hohlmeier haben ihren Rücktritt zum 31. März 2026 angekündigt, Monique Surges wird ihr Mandat zum 30. Mai 2026 niederlegen. Bereits im Herbst 2024 war Wolfgang Altmüller aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden, seine Position hat Dr. Bernd Köhler übernommen. Ende 2025 legte zudem Wilhelm Oberhofer sein Mandat nieder; für ihn wurde Wolfgang Völkl in den Aufsichtsrat berufen.

Nach den jüngsten Personalveränderungen besteht das Gremium derzeit aus 15 Mitgliedern. Drei Sitze sollen zeitnah nachbesetzt und auf der Hauptversammlung 2026 bestätigt werden. Zudem tritt der erst im Dezember gerichtlich bestellte Wolfgang Völkl zur Wahl an.

Gregor Scheller, Vorsitzender des Aufsichtsrats der BayWa AG, unterstreicht die Tragweite des Umbaus: „Die strategische, kulturelle und personelle Erneuerung macht auch vor dem Aufsichtsrat nicht halt. Wir verändern das Gremium Schritt für Schritt und orientieren es konsequent an den zukünftigen Anforderungen der BayWa. Die Suche nach drei neuen Mitgliedern läuft und ich bin zuversichtlich, zeitnah geeignete Persönlichkeiten zu gewinnen, die unser aktualisiertes Kompetenzprofil gezielt stärken. Den ausscheidenden Mitgliedern danke ich für ihre engagierte und vertrauensvolle Mitarbeit.“

Im Rahmen der Neuausrichtung hat der Aufsichtsrat ein aktualisiertes Kompetenzprofil beschlossen, das künftig die Grundlage für die Auswahl neuer Mitglieder bildet. Besonderes Gewicht liegt auf Fachkenntnissen in den Kernbereichen Landwirtschaft, Bauen & Wohnen, Handel sowie in Marketing & Vertrieb und Digitalisierung & Künstliche Intelligenz. Ab 2028 wird zusätzlich ein rotierendes Wahlsystem eingeführt: Jährlich werden zwei Mitglieder neu gewählt, gleichzeitig verkürzt sich die Amtszeit von fünf auf vier Jahre. Die dafür notwendige Satzungsänderung wurde auf der Hauptversammlung 2025 beschlossen.

Darüber hinaus wurden weitere Regelungen angepasst. So wurde unter anderem der Schwellenwert für zustimmungspflichtige Geschäfte des Vorstands deutlich gesenkt, um die Kontrolle bei strategisch relevanten Entscheidungen zu stärken.

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