Insolvenzverfahren für Hagebaumärkte in Mülheim und Ratingen eingeleitet
Die Hagebaumarkt Mülheim an der Ruhr GmbH hat für ihre beiden Standorte in Mülheim und Ratingen beim zuständigen Amtsgericht Insolvenzantrag gestellt. Der Geschäftsbetrieb läuft an beiden Märkten in den kommenden Monaten weiter. Insgesamt sind 75 Mitarbeiter betroffen, heißt es in einer Mitteilung.
Als Hauptgründe für die aktuelle Situation nennt das Unternehmen deutlich gestiegene Betreiberkosten, insbesondere im Mietbereich. Am Standort Ratingen hätten zudem umfangreiche Bauarbeiten im direkten Umfeld die Kundenfrequenz spürbar beeinträchtigt, heißt es weiter.
„Wir haben in den vergangenen Jahren alles darangesetzt, beide Märkte wirtschaftlich zu stabilisieren – auch mit erheblichem persönlichem Engagement“, wird Hartmut Buhren, Geschäftsführer Hagebaumarkt Mülheim an der Ruhr GmbH in der Mitteilung zitiert. „Die hagebau hat uns dabei intensiv unterstützt. Für diese partnerschaftliche Begleitung sind wir dankbar. Dennoch konnten wir die strukturell hohen Standortkosten nicht dauerhaft ausgleichen. Jetzt geht es darum, eine nachhaltige Lösung für die Märkte und die Teams zu entwickeln.“
Auch seitens der Kooperation wird die Entscheidung eingeordnet. „Die Familie Buhren hat diese Entscheidung mit großer Verantwortung getroffen“, sagt Frank Staffeld, Geschäftsführer Einzelhandel Hagebau. „Als Kooperation begleiten wir das weitere Verfahren strukturiert und bleiben verlässlich an der Seite unseres Gesellschafters.“
Für die Kundinnen und Kunden soll sich vorerst nichts ändern: Beide Märkte bleiben geöffnet, das Sortiment steht wie gewohnt zur Verfügung, laufende Aktionen werden fortgeführt. Nicht vom Insolvenzverfahren betroffen ist das Fachhandelsgeschäft der Familie Buhren, die Baustoffzentrum Wilhelm Harbecke GmbH.